Kontrakturen sind an sich eine anhaltende und unwillkürliche Erhöhung des Muskeltonus, die am Ende Schmerzen verursacht. Eine schlechte Körperhaltung, Bewegungsmangel oder sogar eine schlechte Flüssigkeitszufuhr können die Hauptgründe für diese schmerzhaften Veränderungen unserer Muskeln sein.
Wie Ramón Aiguadé, Physiotherapeut und Schatzmeister des Kollegiums der Physiotherapeuten von Katalonien, gegenüber Infosalus erklärt, handelt es sich bei der Kontraktur um eine Muskelverkürzung, die die normale Funktion der Muskeln nicht zulässt und die in der Allgemeinbevölkerung häufiger im Nacken und Rücken auftritt.
„In den Extremitäten wie Armen und Beinen sind diese Kontrakturen seltener, außer im sportlichen Bereich, wie zum Beispiel bei Tennisspielern oder Fußballern“, stellt die Physiotherapeutin klar.
Im Nacken sind der Trapezmuskel, der den Nacken und die Schulter mobilisiert, und der M. sternocleidomastoideus , der die Vorderseite, den Hals und das Schlüsselbein verbindet und die Rückseite des Ohrs erreicht, vom oberen Rücken des Rückens aus beteiligt.
Im Rücken sind zwei Muskelgruppen am stärksten betroffen, die der paravertebralen Muskeln und die Muskulatur des Quadratus lumborum. Diese Muskeln kreuzen mehrere Gelenke und auch die vielen Wirbel, die es im Rücken gibt, erleichtern eine schlechte Positionierung, die dazu führt, dass ein Wirbel härter arbeitet und dass es eine Gruppe von Fasern innerhalb der Muskeln gibt, die überbeansprucht werden.
Die Paravertebrale sind eine Gruppe von Muskeln, die an den Wirbeln befestigt sind und deren Hauptfunktion die Stabilisierung des Körpers ist. Lendenwirbelsäulenkontrakturen sind mit den Muskeln des Quadratus lumborum verbunden, die überlastet sind, wenn die Kraft in den Bauchmuskeln verloren gegangen ist, und mit der Synchronität in der Bewegung, die erfordert, dass die Muskeln des Bauches als erste wirken, um andere Aktionen der zentralen Muskeln des Körpers zu unterstützen.
Können Kontrakturen verhindert werden?
„Kontrakturen sind sehr häufig und manchmal sogar asymptomatisch, wir alle haben sie. Durch Stress oder Sorgen nimmt der Muskeltonus zu und es treten Schmerzen auf“, sagt Aiguadé.
Es gibt drei Hauptmerkmale von Kontrakturen: Schmerzen, Verlust der Muskelfunktion und Veränderungen der Körperhaltung. Dies führt zu einer Abnahme der Muskelkraft, der Muskel kann nicht gedehnt werden und geht damit in die Beweglichkeit verloren.
So entfernen Sie Kontrakturen
Die Schulmedizin behandelt Kontrakturen mit Analgetika, um die Schmerzen zu beseitigen, aber die primäre Verletzung wird nicht behandelt und diese Medikamente wirken nicht auf den Muskeltonus, für den aggressivere Medikamente wie Myorelaxantien verwendet werden. Ab der physiotherapeutischen Beratung werden entkoppelnde Massagen und Techniken wie instrumentelle Fibrolyse oder ischämische Kompression durchgeführt.
Ramón Aiguadé weist Infosalus auf einige Tipps hin, um Kontrakturen zu verhindern:
1. Haltungshygiene in unseren Alltag einbeziehen: Das bedeutet, von Zeit zu Zeit die Körperhaltung zu ändern und so beibehaltene Körperhaltungen zu vermeiden.
2. Dehnen Sie sich alle zwei Stunden für etwa zwei oder drei Minuten: Die Dehnungen sollten sanft, lang und progressiv sein. Schnelle Muskeldehnungen und elastische Bewegungen, die bei zu starker Dehnung des Muskels auftreten (Rebound Stretches), sollten vermieden werden, da es zu Kontrakturen und Mikrofibrillenrupturen kommen kann.
3. Sorgen Sie für eine ausreichende Wasserzufuhr: Dehydrierung erhöht die Wahrscheinlichkeit von Krämpfen. Sie müssen den ganzen Tag über Wasser trinken und dürfen nicht alles auf einmal oder nur während der Mahlzeiten trinken.
4. Ausgewogene Ernährung: Bei einer abwechslungsreichen Ernährung sollte Salz nicht vollständig aus der Ernährung gestrichen werden, da es für die Muskelkontraktion notwendig ist und sein Fehlen zum Auftreten von Krämpfen führt.
5. Vermeiden Sie Stresssituationen so weit wie möglich und halten Sie sich an die notwendigen Schlafstunden.
„Anhaltende und unbehandelte Kontrakturen können Probleme mit Arthrose und Gelenkdegeneration sowie Haltungsveränderungen verursachen, die dazu führen, dass der Körper in einen sehr schädlichen Teufelskreis gerät, der die Kontraktur aufrechterhält und verschlimmert“, schließt der Physiotherapeut.
Quelle: La Opinión de Málaga





